Psychische Entlasung ist steuerbar.

Das Pilotprojekt bei der Technikerkrankenkasse zeigt, dass wir etwas verändern können, wenn wir nicht an den Symptomen ansetzen, sondern an den Ursachen.

Pilotprojekt Introvision bei der Techniker Krankenkasse

Was sich verändert, wenn die erste Kernangst wegfällt?

Stress im Arbeitsalltag entsteht selten nur durch Arbeitsmenge oder äußere Anforderungen.
In vielen Fällen entsteht er dort, wo innere Überzeugungen und unbewusste Ängste dauerhaft mitlaufen.

Sätze wie
„Ich darf keinen Fehler machen“
oder
„Ich muss das schaffen“
erzeugen einen inneren Druck, der Leistung bindet, Entscheidungen erschwert und langfristig erschöpft.

Genau hier setzte dieses Pilotprojekt an.

Ausgangslage

Im Team der Teamleiterin Lorina Rebholz der Techniker Krankenkasse bestand eine dauerhaft hohe Belastung. Hohe Postmengen, Leistungsdruck und wenig Entlastung im Alltag prägten die Situation.

Fünf Mitarbeitende, die besonders unter negativem Stress standen, nahmen freiwillig an dem Pilotprojekt teil.
Ziel war es nicht, Symptome zu lindern, sondern die erste Kernangst zu identifizieren und aufzulösen.

Vorgehen

Das Pilotprojekt lief über sechs Monate (inkl. Sommerpause) und bestand aus:

  • einem Ganztagsworkshop

  • anschließenden 1:1-Coachings (max. 2 Coaching pro Person)

  • im Durchschnitt 2,8 Introvisionssätzen pro Person

Es gab keine strukturellen oder prozessualen Veränderungen im Team.
Die Wirkung entstand ausschließlich durch die Arbeit an inneren Stressauslösern.

Ergebnisse auf einen Blick

  • Zufriedenheit
    Ø 3,8 → Ø 8,4
    (+ 4,6 Punkte auf der 10er-Skala)

  • Negatives Stressempfinden
    Ø 54 % Reduktion

  • Leistungsempfinden
    Ø 42 % Steigerung
    ohne strukturelle oder prozessuale Veränderungen

Was sich im Alltag tatsächlich verändert hat

„Ich bin in Stresssituationen insgesamt ruhiger und fokussierter.“

„Nicht alles wird sofort als Angriff gesehen.“

„Ich kann besser loslassen und andere machen lassen.“

„Ich kann meine Arbeit besser priorisieren und durchführen.“

„Veränderungen werden ruhiger und schneller angenommen.“

„Ich sage auch mal Termine ab, damit ich weniger Stress habe.“

„Ich schlafe wieder besser und bin tagsüber fokussierter.“

Perspektive der Führung

Auch aus Sicht der Teamleitung waren Effekte sichtbar.
Das wahrgenommene Stresslevel mit Blick auf die Teilnehmenden von Person zu Person spürbar.

Gleichzeitig fiel es leichter, Verhalten einzuordnen, Gespräche gezielter vorzubereiten und Mitarbeitende differenzierter abzuholen.

Nicht jede Wirkung ist sofort in harten Kennzahlen messbar.
Die psychische Entlastung jedoch war klar erkennbar und im Alltag spürbar.

Einordnung

Dieses Pilotprojekt zeigt, dass psychische Entlastung kein Zufallsprodukt ist.
Sie ist steuerbar, wenn man dort ansetzt, wo Stress tatsächlich entsteht.

Nicht durch zusätzliche Programme.
Nicht durch Prozessoptimierung.
Sondern durch die gezielte Auflösung innerer Konflikte, die dauerhaft Energie binden.

#Introvision #MentaleGesundheit #NegativerStress

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